Gottesdienst aus Dettingen an der Erms

12.07.2009 - 09:30 UHR
evangelischer Gottesdienst
Was ich glaube – Jeder macht, was er kann

aus der BruderhausDiakonie in Dettingen

mit Pfarrer Pfarrer Lothar Bauer, Sabine Balasch, Pfarrer Martin Enz, Klara Kohlstadt, Hans-Werner Hölz, Mehmet Mola, Sven Rauer, Karl Schmauder, Gerhard Droste, Helmut Reitz, Landrat Thomas Reumann, Experimentalensemble Halle 016: Johannes Joliet, Theatergruppe: Paul Siemt (Leitung), Astrid Hillmann, Monika Haueisen, Ida Krämer, Gabriele Wermeling (Darstellerinnen), CVJM-Jugendchor Dettingen an der Erms unter der Leitung von Markus Weible und Hans-Joachim Eißler (Klavier) und weiteren Gästen

 

In der BruderhausDiakonie wird ein besonderes Jubiläumsjahr gefeiert: 200 Jahre Gustav Werner.

Der überzeugte Christ und mutige Unternehmer war eine der außergewöhnlichsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts.

Die Große Not und Ausbeutung der Menschen auf dem Land und in den Fabriken der frühen Industrialisierung hatte ihn von seiner vorgesehenen Laufbahn abgebracht.

Er wurde nicht Pfarrer sondern Gründer von Einrichtungen für junge, alte und behinderte Menschen in Württemberg.

Für ihn galt: „Was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert!“

Seine Motivation war der tiefe Glaube an die Möglichkeit, in Liebe und Gerechtigkeit miteinander zu leben und zu arbeiten.

 

Heute führt die BruderhausDiakonie die Arbeit im Geiste Gustav Werners weiter.

Junge und alte Menschen, Menschen mit Behinderungen und psychisch kranke Menschen sollen an Bildung, Arbeit und Heimat teilhaben und ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können.

Der Begriff der Teilhabe spielt dabei eine besondere Rolle: Gustav Werner antwortete mit praktischer Nächstenliebe auf die dringlichen sozialen Fragen seiner Zeit.

Mit großem unternehmerischem Mut und mit Risikobereitschaft hat er in der Region Reutlingen Fabriken gegründet und gekauft und damit „Gott in den Maschinensaal gebracht.“

Sein Werk hat durch das Leitmotto der BruderhausDiakonie auch heute noch Bestand: Der Anspruch, benachteiligten Menschen die Teilhabe an einem würdigen Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen, ist zugleich der Ausgangspunkt der Diakonie, von sozialer Arbeit in christlicher Verantwortung. (cm)